Die
Beiträge im Alter
Wie ermitteln private Versicherer
die Beiträge?
Private Krankenversicherer kalkulieren
ihre Tarife so, dass die Summe der bis zum Lebensende eingezahlten
Beiträge ausreicht, um sämtliche Kosten für den
Kunden zu decken. Dies ist eine Mischkalkulation, da hier Extremfälle
genauso hineinfallen wie solche, die sehr selten krank werden.
Der Krankenversicherungsbeitrag ist daher in zwei Kostenteile
gesplittet. Dem einen Teil werden die Krankheitskosten des laufenden
Jahres zugeordnet. Der zweite Teil ist für die erwarteten
höheren Kosten im Alter vorgesehen und wird von der Krankenkasse,
max. 3,5 Prozent verzinst, in die sog. Alterungsrückstellung
eingestellt. Der Privatversicherte zahlt somit in den ersten 20
Vertragsjahren mehr ein als er an Leistung bekommt. Im Alter zahlt
dieser dann weniger, bekommt jedoch im Durchschnitt mehr Leistung
heraus.
Warum steigen die Beträge
bei der PKV trotz Vertragsbindung?
Die Ausgaben, die im Laufe eines
Versichertenlebens entstehen, kann das Unternehmen nicht vorhersehen
und somit nur vorläufig berechnen. Einflussgrössen wie
der medizinische Fortschritt oder die längere Lebenserwartung
der Menschen führen zu vermehrten und kostenintensiveren
Behandlungen. Hierbei ist noch festzustellen, dass durchschnittliche
Lebenserwartung der privat Krankenversicherten stärker ansteigt
als die der gesetzlich Versicherten. Die Tarife werden einmal
pro Kalenderjahr von einem unabhängigen Treuhänder überprüft.
Kommt dabei eine >10 % Kostenunterdeckung (Ausgaben grösser
als Einnahmen) heraus, müssen die Beiträge erhöht
werden.
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